Donnerstag, 12. September 2013

Auf Kuschelkurs mit einer Haxe...!

Meine Assistentin Ludmilla ist ja zu enorm vielem fähig, zumindest zu so vielem was ihr Intelligenzquotient gerade so hergibt. Also, in der Summe sind die Fähigkeiten sehr begrenzt. Ludmilla liebt ja deftige Küche, handfest und ordentlich sättigend. Dabei hat sie eine Figur wie Lagerfelds Musen, na ja sie hat eben einen guten Stoffwechsel. Trotzdem unfair! Als Assistentin ist sie aber ganz gut zu gebrauchen, für 2,50€ brutto die Stunde kann ich mich nicht beklagen. Ich hatte Ludmilla vorgerechnet, wenn sie vier Stunden arbeitet hat sie auch 10,00€ verdient, man muss es immer von der positiven Seite betrachten. Sie backt sogar Kuchen und kocht Essen für Zwei, wascht und bügelt meine Kleider bei sich Zuhause und ihr Handy kann ich auch noch benutzen für geschäftliche Telefonate. Eigentlich ist ihr Wohnzimmer auch gleichzeitig meine Schaffensstätte. Sucht mal so eine Assistentin, die meisten Bewerber/-innen hatten sich geweigert das ich bei ihnen einziehe. Was kann es besseres geben als direkt, live, 24h am Tag und quasi rund um den Kalender bei der Entstehung einer Idee dem Chef über die Schulter zu schauen. Das ist doch von mir eine großzügige Geste, ich hatte nie so einen Vorgesetzten. An Weihnachten bekommt sie von mir zehn Staubsaugertüten im Vorteilspack und zum Geburtstag halte ich vor ihrer polnischen Verwandtschaft aus der Provinz immer eine Rede. Im Prinzip lese ich ihnen einen Auszug meiner Biographie vor, die verstehen eh nix und schauen dabei stolz Ludmilla an. Sie ist die jüngste von 13 Kindern, da war dann ohnehin nicht mehr viel Hirn für die Gute übrig.
 
 
Natürlich musste ich bei Ludmilla einiges am wohnlichen Geschmack korrigieren. Anfangs hatte sie überall so kleine, billige Porzellanfigürchen rumstehen die ich dann mit Hilfe meines Tennisschlägers ins Jenseits befördert habe. Und das Bügelbrett, das Bügelbrett stand so geschmacklos mitten im Zimmer worauf Ludmilla vertrockneten Pflanzen das Gnadenbrot gab, ich habe sie dem Malteser-Hilfsdienst übergeben. An den Wänden hingen diese schlechten Kunstdrucke aus dem Baumarkt, die wurden gleich durch zeitgenössische Installationen ausgetauscht. Und sie hatte auch noch einen Käfig mit zwei pinken Wellensittichen. Die zwei haben mal Dreck aufgewirbelt, sie wurden darauf hin in die Freiheit entlassen. Tiere darf man nicht einsperren, höchsten um den Hals tragen...ich spende monatlich an die PETA, da wird man mal so einen flotten Spruch raushauen dürfen! Zum Glück ist Ludmilla-Schätzchen anpassungsfähig in ihrer Wohnung, schließlich will man auch mit Kerzenlicht und guter Musik für ein paar Stunden baden. Da muss sie halt zum Nachbar, wenn die Toilette ruft. Polen sind gastfreundliche Menschen und so gibt es kaum ein NEIN. Doch eine Sache konnte ich leider nicht aus der Hölle des schlechten Geschmacks entfernen: Ludmillas heiß-geliebte Wurst- und Fleisch-Plüsch-Kissen von Poco Domäne. Sie ist völlig verrückt nach den Dingern, es ist so eine Art Vaterersatz. Mittags darf sich Ludmilla dann zum Ausgleich von der vielen Arbeit bei RTL „Mitten im Leben“ anschauen. Die Gute sitzt im Schneidersitz auf dem Sofa und hat um sich herum dieses Fleischsortiment von Kissen aufgebaut. Aufmerksamkeitsdefizit lässt grüßen sag ich da nur! Und dann fängt der Kuschelalarm an, ekelhaft, widerwärtig, abstoßend, pfui-pfui-pfui. Ludmillas Lieblingskissen ist die fette Haxe aus extra flauschigem Plüsch mit einem hohen Anteil aus Microfaser. Dieses Haxen-Teil hat sie immer ganz fest zwischen ihren Beinen und meistens ist das der Moment, wo ich das Zimmer verlasse, denn dann hat das Dorfmädchen ihren erigierenden Spaß...wenn sie verstehen was ich da so meine. Dabei handelt es sich symbolisch gesehen, um ein blumbes, totes Stück Fleisch. Da Ludmillas Erfahrung mit Männern dem Gefühl gleicht kommt, schenk ich mir weitere Ausführungen...ein kaltes, unromantisches Stück Fleisch. Zum kuscheln ungeeignet!
DON´T KUSCHEL WITH A HAXE, PLEASE!!!
(Bei Risiken und Verletzungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker)

That´s all!
 
Euer Luckenbill
 
 

Samstag, 7. September 2013

Feinripp regiert die Welt...!

Mythen und Wahrsagungen sind dazu da Geld zu scheffeln. Warum wird wohl das Prinzip Lourdes, eine glattgestreichelt-heilige Grotte umstellt von den französischen Pyrenäen, oder die Story von dem bluthungrigen Graf Dracula so gut verkauft? Richtig, weil man den Glauben in uns geweckt hat. Ängste, Begierden, Hoffnungen und Neugierde sind Motor für Geschichten rund um den nackten Wahnsinn. Also ich glaube auch nicht alles was in der Bibel steht und das Spinat gesund ist hat mir auch noch keiner so wirklich beweisen können, auch nicht der sexy Popeye. Beste Demonstration von weltgeschichtlicher Verunglimpfung: Die Menschheit glaubte Ewigkeiten daran das die Erde eine blankgeputzte Scheibe sei bis mal einer genügend Hirn hatte, mit dieser Theorie aufzuräumen. An dieser Stelle: You did a wonderful job, Mr. Kolumbus…Wieder geglaubt? Falsch, schon die viel älteren Schlaumeier wie Platon, Aristoteles oder Pythagoras hatten bereits längst die Erde als eine Kugel angesehen und Christoph Kolumbus hat allenfalls Amerika entdeckt, der alte Aufschneider. Wer aber war wieder verantwortlich für diesen Aberglauben? Die Kirche! Nun, ich will ja niemandem zu nahe treten, aber bei dem Verein sollte auch mal wieder ordentlich durchgefegt werden.

 

 Ein immer wieder schöner Anlass für weitverbreitete Irrtümer ist Freitag der 13.! An diesem Tag meiden viele den Aufzug, das Bahnfahren oder gar gänzlich das Haus zu verlassen. Ich selbst bin an einem 13. geboren worden, was heißt das ich eine Primzahl bin die nur durch eins und sich selbst ohne Rest teilbar ist...coooool! Aber was mal in den Köpfen festsitzt, sitz fest...(das war jetzt mega-hochphilosophisch). Und nebenbei erwähnt, handelt es sich bei all den Freitag-den-13.-Horrorszenarien um eine Abstammung, die sich im Ursprung des christlichen Glaubens wiederfindet...(ist ja schon gut, ich höre auf zu ketzern). Die kommende Woche ist es wieder soweit, haltet das Weihwasser bereit, denn Freitag der 13. September 2013 wird die Welt in totalitäre Strukturen verwandeln. Mode übernimmt die Weltherrschaft, H&M wird zum Kanzler gewählt und Karl Lagerfeld ist der neue Repräsentant von Macht, Einfluss und Reichtum. Das Modediktat macht keinen Halt und wird euch fest zwischen die Sonnenbank pressen, die Fashion-Police kennt keine Gnade mit Modesündern. Essen und Restaurants mit fettigen Burger und Co. sind ab dann geschlossen und werden dem Staat untergeordnet. Die Währung wird umgewandelt und bezahlt wird mit Liquid-Carbs. Sekunden heißen nicht mehr Sekunden, sondern Rolexkunden. Tennissocken sind unverzüglich zu verbrennen, gleich nach Sandalen und Radlerhosen. Eine Feinripp-Unterhose wird zum Symbol der Individualität und dient ebenfalls als aussagekräftige Staats-Fahne. Naomi Campbell pfeift auf eine Volkszählung, stattdessen wird sie eine allgemeine Body-Mass-Index-Kontrolle verordnen, dann geht’s den Speckmäuschen an den Kragen. Und aus den Lautsprechern werden die Schlagworte ertönen: „Dolce, Gabbana, Highheels“, was so ähnlich wie die Parole der Französischen Revolution klingen soll.

Hach, ich zähle schon die Tage! Die Untergrundbewegung „Save-the-Achselhaare“ hatte mich als Gastredner einladen wollen, um über die Veränderung des Weltbildes zu diskutieren. Also, diese Scherzkekse…ich bin bei Gillette Venus unter Vertrag, da kann man sich solche Mätzchen nicht erlauben. Ich habe meine Assistentin Ludmilla als Ersatz hingeschickt, die schreite bei der Verteilung von Körperbehaarung ganz laut und deutlich: „Immer her damit“.

 
That´s all!

Euer Luckenbill

 

 

 
 
 
 
 

Samstag, 31. August 2013

Lass es Hirn regnen...!

Wenn ich die Behauptung aufstelle, dass der Zustand, Hirn zu besitzen heutzutage eine Seltenheit geworden ist, würde ich Gefahr laufen bei all den Hirnlosen auf Unverständnis zu stoßen. Tja, das Leben ist kein Hirnforschungszentrum! Meine Assistentin Ludmilla ist seit gestern wieder aus dem Urlaub zurück und sonnenverbrannter als sie vorher schon war. Das ausgiebige Sonnenbad hat wohl der Selbsteinschätzung nicht besonders gut getan. Kam sie doch heute tatsächlich in einem pinken Tanga, verziert mit hellblauen Strasssteinchen, dazu eins am Bauchnabel zusammengeknotetes Shirt mit der Aufschrift: „I´m a fucking bitch“ zur Arbeit. Ludmilla muss endlich mal all die Talkshow-Anfragen an mich abarbeiten, hach es ist ein Elend. Das Ludmilla weiße Highheels dazu trug habe ich schon erwähnt? Zum Auslachen ist Ludmilla immer gut zu haben, aber ich fragte das Herzchen was denn der Aufzug zu bedeuten hätte und ob sie irgendwie das Spiel „Bill Clinton never get´s a blowjob by Monica Lewinsky“ mal austesten wolle. Natürlich hätte ich mir den Schwenk auf eine historische Lüge in der politischen Geschichte der USA sparen können, denn Ludmilla dachte das Angela Merkel sämtliche Weltstaaten regiert. (Gar nicht mal so dumm die Gute...!) Aber Ludmilla ist primitiv und irgendwie auch narzisstisch veranlagt und verteidigte ihr Outfit: „Chef, du müssen auch mal tragen Tanga, ist so gute Gefühl. Du denken du bist frei und alle Leut gucken mir an, als ob ich nix anhätt. Versteh ich nix, ich hab doch was an, Tanga ist doch nix nackt und ich habe gute Popo.“ Okay, für Ludmilla muss ich noch mal eine gesonderte Portion Hirn bestellen. Dumme Menschen kosten auf Dauer einfach mehr Geld, Zeit und Nerven.

 
 
 
Der allmähliche Verlust der Hirnsubstanz, genannt auch Hirnatrophie (umgangssprachlich: Gehirnschwund) ist immer häufiger zu beobachten. Die Dummheit wird zur Volkskrankheit, nicht umsonst können wir über die Entwicklungen der Gesellschaft im Überblick auf die ganze Welt, nur den Kopf schütteln. Das menschliche Hirn ist in vier Hauptbereiche unterteilt: Großhirn, Zwischenhirn, Kleinhirn und dem charmanten Hirnstamm. Es ist ein äußerst aktives Organ mit einem besonders hohen Energiebedarf und hat einen Verbrauch von 20 Watt -wie umweltfreundlich. Soviel zu den Fakten! Im hiesigen Hirn entscheiden sich unsere Reaktionen, Vorgehensweisen, Entscheidungen und die Gefühlslage. Dazu mischen sich natürlich auch noch die empathischen Empfindungen, wie das Bauchgefühl. Dennoch bestimmt unser Gehirn wie wir vorgehen, der Denkmechanismus treibt uns an und fordert uns als Mensch. Ich für meinen Teil glaube fest daran, dass sich die Vorraussetzung zu denken, aus Erlebnissen, Erfahrungen und Bildern entwickelt. Es gibt uns dadurch auch eine gewisse Sicherheit, denn wir können dadurch zwischen Gut und Böse, Vorkommnissen die uns gut gefallen haben und Momenten die wir mit einer schlechten Erinnerung verbinden, unterscheiden. Also hängt die Weite unseres Denkvermögens von den persönlichen Erlebnissen ab, die unseren Horizont erweitern oder auch zum Teil einschränken. Es ist somit unsere Aufgabe den Denkmechanismus täglich neu zu „überdenken“ und unser Gehirn mit Fakten zu füttern. Ein Großteil der Angst die uns unterschiedlich beherrscht, kann mit dem studieren des Kerns oftmals aufgelöst werden. Somit muss man wiederum die Angst vor der gedanklichen Weiterbildung ablegen und seinen Kosmos öffnen. Das Gehirn ist ein unendlich großer Raum, den wir bestimmen können zu befüllen. Im Prinzip wie ein Haus oder eine Wohnung. Es gibt Hirne die sind wie eine Bausstelle, oder eine Welt aus Elfen und Zuckerwatte, bei andern herrscht gähnende Leere und Ideenlosigkeit, wiederum andere sind reich bestückt mit Lebensweisheit. Und genau diese, können die Welt mit einem klaren Visier betrachten, verändern und vorantreiben. Voneinander lernen und sich nicht zu verschließen, ist eine gute Haltung sein Hirn in Bewegung zu bringen. Hirnlose sind Bremsen, sie lassen die Entwicklung der Menschheit verkümmern und halten diejenigen auf, welche schon längst einen Schritt weiter sind.
Dummheit darf keine Selbstverständlichkeit werden, denn nur ein geistloses Hirn ist fähig sich für ein destruktives Weltbild zu entscheiden. Angesprochen fühlen, dürfen sich aus aktuellen Anlässen Menschen: die Rassismus entfachen, Homosexualität verfolgen, der Diktatur freien Lauf lassen, Kriege anstiften, die Welt ausspionieren und alle die glauben, sie seien der Nabel der Schöpfung. Ludmilla, bestell bitte Hirn, aber in Massen...!

 
That´s all!
 
Euer Luckenbill
 
 


Dienstag, 27. August 2013

Luckenbill´s Eventtalk: AUDI Classic Open Air 2013

Umringt von historischen Gemäuern der Kulturbrauerei im Herzen des Prenzlauer Bergs, präsentierte uns das Audi-Orchester die schönsten Stücke der klassischen Meister wie Verdi, Strauss, Rossini oder Beethoven.
Ich hatte die große Freude in der Ehrengäste-Loge Platz nehmen zu dürfen und von dort aus hatte man einen fantastischen Blick auf das famose Geschehen.
 
 
Es ist sehr sympathisch das ein globales Unternehmen wie AUDI, das in mehr als 100 Märkten präsent ist, seinen musikalisch begabten Mitarbeitern eine solche Plattform bietet. Die Marke mit den vier Ringen beweist, dass sie auch außerhalb der automobilen Thematik ein geschmackvolles Gespür besitzt und mit einer grandiosen Leistung aufwarten kann.
Eigenst aus Bayern reiste das Orchester in die Hauptstadt, um den Berliner Kulturinteressierten einen Einblick in das große Repertoire zu gewähren. Fast schon bescheiden konferierte der Dirigent durch den Abend. Doch Bescheidenheit ist in diesem Falle einer überdurchschnittlichen Leistung, absolut nicht angebracht. Zurecht regnete es tosenden Beifall! Der charmante Gesamtvertriebsleiter der Region Ost, Alexander Schuhmacher blickte mit Stolz auf die zufriedene Menge, die mit einem großartigen Feuerwerk verabschiedet wurden.

 Audi verwöhnte seine Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten und so wurde ein Abend voller Kultur und zauberhaften Momenten, der 12. AUDI Classic Open Air 2013 abgerundet.

 
Besten Dank an AUDI & HARDENBERG CONCEPT

 
 


Sonntag, 25. August 2013

Shine on me, du schöner Schein…!

Eine alte Truhe öffnen und darin einen Schatz von unglaublichem Wert vorzufinden, ist die Belohnung eines jeden Blockbuster in dem es um Kanonenschüsse, Piratenkämpfe und Seemannsbräute geht. Diese Ideologie verbirgt in sich mehr Wahrheit als man annimmt. Doch wen interessiert schon der Umstand, der Schatz steht im Fokus der Aufmerksamkeit. Und genau das wäre der richtige Weg, vorbei am schönen Schein. Äußerlichkeiten sind so wunderprächtig zu bewerten, man kann sie wohlwollend oder elendig vernichtend beurteilen. Die alte Truhe interessiert niemand, der Blick der Begierde gilt einzig und alleine dem äußeren Schein, egal ob das Innere nun verdorben, faul oder oberflächlich ist. Was zählt, ist der perfekt inszenierte Umgang mit der Zutat „Schein“.
 
 
Ach so, ja klar, Komplex ist das Zauberwort. Selbst nicht schön und dann denken, die Welt verbessern zu müssen. Eine Ansage nach der nächsten: „Wer sich selbst nicht liebt, kann die Liebe anderer nicht einfordern“. OMG we are so fabulous, natürlich makellos und rein. So wie die Na(r)zis, die waren auch makellos und rein, ich hab´s verstanden. Der Typ dreht völlig durch, er hat es nicht pünktlich zum Botoxtermin geschafft: Dates absagen, Faltenmaske auf die Visage, Tür zu, Decke über den Kopf. Du bist schön, alle sind schön. Warum regt ihr euch wieder so auf? Zu unbequem? Zu wahrheitsgetreu? Wer macht denn die Regeln? Ihr!!! Du hast natürlich nix gemacht, du hast dir das auch anders vorgestellt. Schönheit und der Komplex zur Perfektion, schwacher Geist, blondgefärbtes Haar, Zähne- blinkend wie ein Diamant. Eine Ikone auf zwei Beinen, begehrt, verletzlich, unsicher. Das ist der Zeitgeist, die Terminologie völlig im Arsch. Kleb dir doch auch ein paar Glitzersteinchen auf die krumme Nase, dann belügst du dich zwar selbst, aber hey, für eine Zeitlang bist du anerkannt und geliebt. Alles was danach kommt, ist doch nicht so wichtig. Du lebst sowieso immer im Jetzt und Hier, also musst du nicht nachdenken was später mit deiner Anerkennung passiert. Warum sich denn treu sein? Bist du denn sonst treu? Na also, hau drauf, mach den Sack zu und schrei so laut du kannst: „Shine on me, du schöner Schein“. Aber glaub mir eins, eine stinkende Socke hat mehr Glanz, als du jemals erahnen kannst. Denn du stempelst dich selbst ab und besitzt auch noch die Frechheit deine Umwelt damit zu belästigen.

 

Wie philosophierte Friedriche Nietzsche einst so treffend:
„Je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denen, welche nicht fliegen können.“

 

That´s all!
 
Euer Luckenbill
 
 

Sonntag, 18. August 2013

Es war einmal ein Fashionriese…!

Es war einmal ein Fashionriese, namens Jean von Styleheim, der hatte sich auf seiner Durchreise nach New York gedacht, ach komm, lass mal schauen was in Berlin so läuft. Unsere Hauptstadt hat ihm so gut gefallen, dass er sie gleich mitnehmen wollte und so packte er in seine Tasche alles ein, was nur ging. Okay zugegeben, das Brandenburger Tor rauszureißen war etwas übertrieben! Glücklich saß Jean da und betrachtete seine Beute. Nun, die Bevölkerung Berlins war nicht wirklich begeistert, wollte er doch den Alex als Zahnstocher benutzen. Das ging zu weit und so entstand ein Eskalation vom feinsten, die Stadt musste sich verteidigen. Jean wunderte sich und Griff sofort nach dem Hörer, um Karl Lagerfeld nach Rat zu fragen, denn Karl ist sein Patenonkel und der hat ohnehin zu allem eine Weisheit. Der sagte ihm lediglich: „Junge, Menschen die mit Jogginghosen auf die Straße gehen, haben die Kontrolle über Leben verloren. Wenn du also versehentlich drauftrittst mache dir keine Sorgen, es ist für sie eine Erlösung.“
Erstmal ein großen Schluck Kaffee, die machen mich noch wahnsinnig. Zieht mir da einer die ganze Zeit am Haar, der soll lieber mal meine Schuppen von der Schulter wegkehren. Aber auf mich hört ja wieder keiner und dieser Aufstand, hallooo ich bin es doch: Jean von Styleheim. Und spielen kann man hier auch nicht so gut, die Qualität der Autos ist entsetzlich schlecht. Ich hab doch nur alles nach Farben sortieren wollen und schon kracht alles zusammen. Ach, vielleicht ist das da hinten stabiler...
Entschuldigung, auch ein Riese muss mal, der Kaffee drückt schließlich. Was haben die da unten denn alle wieder nur? Meine Güte, ganz ehrlich diese Stadt ist merkwürdig, als ob ich etwas verbotenes machen würde. Die Brücke braucht doch keiner und zum zielen ist die allemal gut genug. Well, wenn deren Klopapier auch so rau ist, hab ich für die schlechte Laune schon fast Verständnis. Und jetzt guckt bitte alle weg, ich kann so nicht...
Man muss sich als Fashionista aber auch ganz schön durchboxen, überall Paparazzia und Groupies, das wirft den stärksten Celebrity um. Da tarnt man sich schon mit Mantel und Kapuze, nützt alles nichts. Meine Tante Anna Wintour hat mir beigebracht, man muss sich im Leben auch mal durchsetzen und zeigen wer die Hosen anhat. Schließlich werde ich ihr Nachfolger und da lerne ich doch besser gleich wie man mit Angestellten umgeht, huiiiiiii...! Meine Tante wäre sehr stolz auf mich.
Es bleibt einem aber auch gar nichts erspart, da macht man sich chic und will Spaß haben, passt es diesen Kleingeistern auch wieder nicht. Und umziehen kann ich mich auch noch, na toll. Alles zerknittert vom diesem Seil und unten machen die wieder ein Feuer, also auf Barbecue und diese trockenen Buletten habe ich eigentlich heute keine Lust, ist doch mein Veggie-Day! What the fuck, sie machen mir es aber auch nicht leicht mich wohl zu fühlen. 
 
 
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schießen sie noch heute mit Akupunkturnadeln auf mich,...versteh einer mal die Berliner.

 That´s all!
 
Euer Luckenbill
 

Fotos: Salva Mirisola www.mirisola-photography.de/
Styling/Artdirection: Jan Luckenbill
Hair-&Makeup: Timo Bloom

Model: Manuel Iljitsch
Illustrationen: Daniel Bauer

Die gesamte Fotostrecke kann man auch im SUPERIOR Magazin bewundern, Seite 100-107: www.superior-mag.com/magazine_online/august-2013/
 
 
 

 

Sonntag, 11. August 2013

Antworten? Das ist hier die Frage…!


„Chef, du gucken so verstört, warum wieder so gucken?“ – „Ludmilla, nach einer vegetarischen Woche möchte ich deinen Blick mal sehen.“ -- „Warum du machen auch immer so komisch Sachen?“ – „Na ja Ludmilla-Häschen, wenn du wie ich Renate Künast triffst, vergeht dir ganz automatisch die fleischliche Lust, also die Lust auf Fleisch,...also ich meine auf ein Steak.“ -- „Ich nicht so ganz verstehn was hat Knast damit zutun?“ – „Künast, Ludmilla, Renate Künast! Ach Mensch, dann guck doch im Internet nach oder frag die Kuh auf der Weide. Du ödest mich schon wieder dermaßen an, Ludmilla schaff endlich mehr von diesen Tofu-Spießen ran und lass die Finger weg von den Häppchen“ -- „Warum ich arbeiten hier bei so eine grausame Menschen...!“ – „WEIL dich sonst niemand will, du Dumpfbacke,...bring mir lieber meinen Soja-Shake und spuck bloß nicht mehr rein wie beim Letzten, der hat genug Proteine.“

 
Meine lieben Leser-Schätzchen, es tut mir leid, aber was soll man bei so einer vorlauten und extrovertierten Assistentin nur machen?! Ignorieren wir den Trampel einfach, wir kümmern uns nun einzig und alleine, um EUCH. Denn Luckenbill hat sich was überlegt! In der allseits bekannten Hochglanz-suppa-druppa-mega-fame-OMG-i-am-so-Vogue, findet man auf den hinteren Seiten eine Rubrik, in der interessante Persönlichkeiten an die Leser eine Reihe von Fragen stellen. Ich liebe dieses Fragespiel, denn es lädt ganz frei von Vorgaben ein, seine Antwort zu finden. Anregend wie eine Kneipp-Bade-Kur und das durchblättern des Playboys zusammen, hat sich Luckenbill exclusiv für seine wöchentlich rund 20.000 Leser ein paar auserwählte Fragen überlegt.
Finde Antworten über dich, entdecke einen neuen Denkansatz und lass dir Zeit...ich hetz Dich nicht! Es ist unsagbar spannend, da man auf manche Fragen gleich mehrere Antworten finden kann und dabei seine ganz persönliche Sicht enwickelt, sozusagen in den Spiegel schaut. ...“Ludmilaaa, wo bleiben eigentlich meine Tofu-Spieße? Und überhaupt, wo steckst du schon wieder, es geht jetzt los mit meiner Quiz-Show.“

 
Guckst du lieber vor oder zurück?
Kann man Verständnis für Versager haben?
Kommt Hochmut wirklich vor dem Fall?
Gierig nach Anerkennung?
 
Ist Stolz eine Tugend oder Ausdruck deines Charakters?
 
Wird es Zeit für eine Veränderung?
 
Barfuss oder Lackschuh?
 
Gibt es true love?
 
Ist verzeihen ohne zu vergessen möglich?
 
Hattest du schon Safer-Sex am Telefon?
 
Was bedeutet dir Freude?
 
Bist du mutig oder eher der Typ feige Sau?
 
Hast du schon mal auf was gewartet, was nie kam?
 
Inszenierung oder wahre Persönlichkeit?
 
Fühlst du dich überrannt?
 
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, dann wäre was aus dir geworden?
 
Zensurangst?
 
Räuber oder Gendarm?
 
Schwimmen dir die Fälle weg?
 
Wo fängt deine Spur an, wo hört sie auf?
 
Kannst du Realität von Fiktion unterscheiden?
 
Pinkeln im stehen oder brav im sitzen?
 
Ist das Vertsändnis zu Kunst nur etwas für Auserwählte?
 
Sinnesgeplagt?
 
Du darfst deine Zukunft noch mal von vorne anfangen, was machst du anders?
 
Letztes Abenteuer?
 
Roter Nagellack oder Neongelb?
 
Würdest du Ludmilla heiraten und mir somit helfen sie los zu werden?
 
Hast du dir schon mal Glück erkauft?
 
Familiensinn?
 
Wann warst du das letzte mal alleine im Wald und hast aus voller Kehle geschrien?
 
Schüchternes Mäuschen oder Draufgänger?
 
Wann hast du kapiert das es den Weihnachtsmann doch gibt?
 
Wo steckt dein Mitgefühl?
 
Wärst du in der Lage zu töten?
 
Bist du jemals erwachsen geworden?
 
Nerven dich meine Fragen oder guck ich zu sehr hinter die Fassade?
 
Wo bleibt deine Toleranz?


 
So, für heute genug Günther Jauch gespielt, ich bin aber auch ein neugieriges Ding! ...“Ludmilla, kannst du mir mal mit dem Zahnstocher da was rausholen“...sie ist halt doch zu was zu gebrauchen.

 
That´s all!

 
Euer Luckenbill