Sonntag, 16. Juni 2013

Russland, denn sie wissen nicht was sie tun...!

„Denn sie wissen nicht was sie tun“, ein Spielfilm mit James Dean aus den 60er Jahren in dem Halbstarke die Hauptrolle spielen und sie sich nach alten Denkmustern im Sinne der Männlichkeiten duellieren. Ein guter, ein harmloser Film. Aber musste sich ausgerechnet Vladimir Putin diesen alten Schinken immer und immer wieder bei Kaviar und Blinis reinziehen?! Russland befindet sich momentan heftigst in einer Orientierungs-Umstrukturierungs-hauptsache-Grawalle-Phase. Das in diesem Land nur eine bedingte Meinungs- und Pressefreiheit herrscht, daran hat man sich bereits gewöhnt. Schlimm genug, das auch die Schere zwischen arm und reich deutlich zu sehen ist und das Geld die Strippen bis ins Detail zieht. Russland wirkt irgendwie nicht erwachsen, pubertär bis tief in die unreinen Poren eines Teenagers. Aber selbst dieser kommt früher oder später in den Genuss einer Erkenntnis und trifft Entscheidungen mit einer klaren Sicht.
 
 
 
Doch unsere „Freunde“ im Osten haben den Blick für das Wesentliche bereits längst im Zuge der Revolution erschossen, die Kultur starb mit der Hinrichtung der Zaren-Familie. Denn seitdem herrscht das Proletariat und was dieses anrichten kann, sehen wir deutlich durch die aktuellen Ergebnisse und Entwicklungen. Im Wandel der Zeit dachte sich die russische Regierung wollen wir ganz easy-going mal einen Rückschritt in der Historie machen. Ist doch irgendwie cool und lässig, frei nach der Annahme: was schon in der Vergangenheit existierte, kann nicht so schlecht sein, es nicht wieder aufzugreifen. Also suchen wir ein Sujet, was ordentlich für Zunder sorgt,....mmmmhhhhh gehen wir doch mal gleichgeschlechtliche Paare verprügeln und sperren sie ein und brummen ihnen hohe Geldstrafen auf und machen sie fertiiiiiiiig. Warum nicht, Minderheiten anzugreifen ist supeeer, das macht eine menge Spaß! Und so sitzt Putin auf seinem Chefsessel und bewirft seine pinke Dartscheibe mit goldenen Pfeilen und sobald die Spitze in die Scheibe eindringt ertönt eine Stimme die sagt: „Feelings are gay“. Putin selbst ist ja der Inbegriff von purer Männlichkeit und um dies zu unterstützen und manches Defizit seines Mannseins zu vertuschen, hat er nun die Jagd auf die Homosexualität seiner Agenda verschrieben. Ich bin gespannt welche Augen wir machen werden in zehn Jahren, wenn herauskommt das Schwule und Lesben in Öfen verbrannt wurden. Aber dann hat natürlich niemand was davon gewusst und überhaupt wer ist Putin und ach, lass uns ein Denkmal errichten für all die Toten. Vladimir muss sich denken: „Och, der Hitler war gar nicht sooo übel...und was die Deutschen konnten, das kann ich sowieso schon lange.“ Und schwups ein Griff in die Kiste der Geschichte und die Politik von heute ist geboren.

Aber liebes Russland ich kann euch beruhigen, ihr seit nicht alleine. Länder wie die Türkei und Großunternehmen wie WELTBILD könnten künftige Verbündete darstellen im Kampf gegen den allgemeinen Fortschritt des Denken und Handelns. Lasst uns Bücher auf Dönerspieße packen und schmoren sollen sie, bis der Kreml über allem steht, rein und makellos! 
 
That´s all!

 
Euer Luckenbill

 

 

Sonntag, 9. Juni 2013

„WETTEN DASS...?“ ich mich aufrege...!

Ich weiß, meine beste Freundin wird nun hell aufschreien, fiktiv neben mir stehen und mir sanft ins Ohr trällern: „Jan-Schatz, zähl bis 10 und reg dich nicht auf!“ Recht hast du Liebes, aber es gibt Momente im Leben eines Luckenbill´s da muss er sich einfach aufregen und ich will es JETZT auch. „WETTEN DASS...?“, ein Urformat vor dem man nur noch wegrennen kann, wie vor jeder Kalorie eines fettigen Burgers.
 
 
Hat man sich doch bereits dran gewöhnt das die Sendung „WETTEN DASS...?“ in den letzten Jahren nur noch einen geduldeten Platz im Show-Olymp genießt. Und zwischenzeitlich hat man sich auch damit arrangiert das Markus Lanz dieser Sendung den so dringend erhofften Pfiff nie verleihen wird. Soweit so gut! Ob man einschaltet oder nicht ist der eigenen Neugierde geschuldet, ich dagegen möchte schon sehen wie Lanz das Kind immer weiter in den Dreck zieht. Denn das Südtiroler Musterkind, -und jetzt sind wir mal bitte ganz ehrlich- besitzt nicht im entferntesten den Charme oder die Nonchalance, um so einem Format gerecht zu werden. Lanzi-Mausi ist unentspannt, verkrampft und hilflos überfordert. Peinliche Momente konnte man bislang noch verschmerzen, da sie in der Häufigkeit erträglich waren. Die gestrige Sendung auf Mallorca allerdings war dem Gipfel der Unmöglichkeit noch nie so nah. Wer es nicht gesehen hat, braucht nun nicht zu glauben er hätte was verpasst. Im Gegenteil! Die Gästeauswahl mager, die Wetten abgedroschen, die gesamte Abhandlung nur noch ein Listenverfahren. Lanz hätte sich auch gleich mit dem Strand-Buggy gegen die Mauern der Arena fahre können. Insgesamt wirkte das ganze schwerfällig und blumb, da hilft auch keine Cindy aus Marzahn im engen Glitzerfummel. Lanz im smart-hellblauen Anzug, dazu Sneaker, der kümmerliche Versuch sommerlich-locker zu wirken war damit auch nicht zu retten. Markus, die alte Lanze hat sich gestern Abend die Minuspunkte reihenweise eingetütet. Seine Assistentin Cindy, das Publikum und der Weltstar Gerard Butler hätten Lanz gerne in einen Käfig voller Aasfresser geschmissen, denn er ist nicht mehr, als nur noch eine lächelnde Hülle seiner Selbst. Lanz kann man keinem mehr zumuten. Die Kulisse ganz nett, ärmliche Dekoration, ein billiges Sofa wie frisch von Poco Domäne, die Stimmung im Eimer und ausgeleierte Witze von einem selbstüberschätzten Moderator. Der Glam und das Hinreißende fehlt dieser Show durch und durch. Wer sich gestern elegant in Szene gesetzt hat war allerdings der Gast Stefan Raab, dieser hätte eigentlich unverzüglich übernehmen müssen. „WETTEN DAS...?“ braucht ein neues Herz, das Neuverpflanzte nach Gottschalk wurde mit gestriger Eskapade abgestoßen.

 Wenn ich ZDF-Chef wäre (stellt euch mal vor), hätte ich ganz Hollywood-like den Hörer, meines auf dem Flügel stehenden Telefons in die Hand genommen, an meiner Zigarre genüsslich gezogen und Lanz ohne mit der Wimper zu zucken ins längst fällige Nirwana verbannt. Ist Deutschland nicht mehr in der Lage vernünftige Samstag-Abend-Unterhaltung zu bieten? Und gibt es keine Persönlichkeiten mehr mit Persönlichkeit, die so einer Aufgabe gerecht werden? Anscheinend NICHT! Aber Gebühren verlangen, das könnt ihr...und wie ihr das könnt.

 
 That´s all!

 Euer Luckenbill
 

 

 

Samstag, 1. Juni 2013

Den Sekunden mehr Minuten...!

“Ey Alde, man is so jung wie man sich fühlt. Swag on und so!“ Diesen Satz vernahm ich demletzt beiläufig auf den Straßen von Berlin. Ich weiß natürlich nicht genau, was dieser Aussage vorausging, dennoch empfand ich sie wachrüttelnd. Ich bin mir sicher das dieser etwas schlicht wirkende Typus Mann sich nicht bewusst war, was er da sagte. Die betagte Frau, eher die Sorte Mauerblümchen, schaute verdutzt drein und überlegte wahrscheinlich krampfhaft was denn nun „swag on“ tatsächlich bedeutet. Nun ich kann mir vorstellen das man diesen Sprachjargon nicht gerade im Häkelkurs anwendet, frei nach dem Motto: „Ey machsch du Masche in die Luft, bischt du King Alder“.
 
 
Ich lief weiter und muss zugeben, dass mich die Worte nicht losließen, denn wir sind oft so stark in unserem Alltag verwurzelt das uns die Muse fehlt die Dinge wahrhaftig und ehrlich zu betrachten. Was sind schon Regeln, was sind schon vorgefertigte Meinungen, eingefleischte Vorstellungen oder ein Topmodel-Finale. Die Wichtigkeit des Augenblicks ist gefolgt von einer Erkenntnis. Zu erkennen was von Bedeutung ist, kann zu dem Punkt führen sich eine neue Sicht zu gönnen. Und auf Jemanden zu treffen, der einem einfach so, völlig unvorbereitet diese neue Sicht als Option vorschlägt, das sind die Erlebnisse die man nur selten erfährt. Hat das was mit dem Alter zu tun? Hypothetisch gesehen ist das Alter eine Randerscheinung. Die Sicht auf die Früchte der Erkenntnis wird nicht vom jeweiligen Alter geleitet, sondern von den Einflüssen und der Bereitschaft sich einzulassen auf die Erfahrung. Tief in die Seele eines Menschen hineinzublicken, ganz ohne Vorwarnung ist für mich das erhabenste Gefühl, das es in der Gesellschaft gibt, -verstanden zu werden ist gleich das darauffolgende Glücksgefühl. Hast du diese beiden Komponenten in einem Menschen gefunden, darfst du Jackpot schreien. Fühlen und gefühlt werden, so zwei unsagbar schöne Berührungsvarianten. Viel zu selten lassen wir uns mitreißen, lassen unseren Gefühlen freien Lauf. Bist du verliebt? Dann sag es doch einfach und öffne deinen Cosmos, das tut so gut. I did it my way...! 

Die klassische Form eines von Flüchtigkeiten geplagten Lebens, unzählige Varianten der Begierde und die Entfremdung des eigenen Ichs, bleibt schlicht und einfach die Verfolgung der großen Erfüllung. Der Ansatz ist so oft da, was aber bleibt ist der immer wiederkehrende Neubeginn, versunken im alten Trott. Da fällt mir so gerne als Beispiel der Film von und mit Clint Eastwood und Meryl Streep ein, „Die Brücken am Fluss“. Gut, zugegeben flutet das Ende des Films meinen Tränenkanal aufs heftigste. Aber nicht, weil es eine plumpe Story zweier Liebenden ist, nein, er ist mit so viel Feinsinn ausgestattet und die Erzählung öffnet ganz nebenher das empathische Auge. Auf sich zu vertrauen und auf das zu hören was das Innere sagt, kann und darf nie falsch sein. Ich bin ohnehin eine Person, die sich von Stimmungen und erlebten Gefühlen prägen lässt. Und siehe da, treffe ich Entscheidungen die oft Beethovens 5 Sinfonie gleich kommen, so what. Wer die Augen verschließt und nicht sieht was vor einem sitzt, so greifbar nahe, der darf auch nicht von sich behaupten dem Leben gewachsen zu sein. Überdenken, um zu überleben, um zu begreifen. Keine Nietzsche´ Formel der Hochphilosophie, aber mein Versuch, den Sekunden mehr Minuten abzugewinnen.

ALL THE BEST FOR MONDAY, SOR*

 That´s all!

 Euer Luckenbill

 

 

Sonntag, 26. Mai 2013

Vom Suchen und Finden der Sinn-find-Suche...!

Suchen und finden, ein relativ netter Zeitvertreib, den man als Kind schon mal gerne gespielt hat. Natürlich mit der gewissen Naivität lässt sich dieser Akt von neckischem Umhertoben locker als Nichtigkeit abtun. Ähm ja..., warum auch nicht, die unbedarften lieben Kleinen mit der ach so porenreinen Haut und dem gesund-sprießenden Haar. Räusper, räusper!!! Ich meine (komm mal zur Sache Jan) zu suchen ist unglaublich spannend. (Welche Erkenntnis Jan!) Die passende Handtasche zu den High Heels -kann schon mal Stunden dauern, den Deckel zum Topf –nicht gerade die leichteste Aufgabe, die Leine zum süßen Hündchen –eher ein Luxusproblem, Fleischgabel zum Obstmesser –auf Berliner Flohmärkten findet man auch das,  Schweißhandtuch zum Hometrainer –okay, ganz ehrlich, man kann´s auch übertreiben.

 
Aber wissen wir denn, was wir suchen? Und beginnt nicht gerade beim finden die Suche von vorne? Meist sind wir danach ausgerichtet angestrengt und oft verkrampft zu suchen, ob es nun ein Gegenstand oder die Liebe des Lebens ist. Wir sind wild entschlossen zu suchen. Doch der Sinn ist nicht zu suchen, sondern gefunden zu werden. Das Spannungsfeld zwischen Suchen und Finden ist fast schon wie bei Schwarz und Weiß, Jing und Jang, Gut und Böse. Zwei diametral entgegengesetzte Pole ziehen sich an und stoßen sich gleichzeitig ab. Was man gefunden hat braucht man nicht mehr zu suchen und was man sucht wird man meist in angemessener Erwartungshaltung nicht finden. Auch liegt der Grad einer Enttäuschung zwischen diesen beiden Gegensätzen enorm hoch. Suchen und Finden sind wie Urinstinkte, tief verwurzelt in einem selbst. Man kann es nicht lernen oder beigebracht bekommen, jeder entwickelt seine ganz eigene Art damit sich zu identifizieren. Etwas Neues auszuprobieren oder eine Ausdrucksform der eigenen Persönlichkeit zu finden, beginnt mit einer Suche. Manch einer findet sich schneller, ein anderer braucht das ganze Leben dazu. Und wenn man sich dann doch gefunden hat, muss das kein Pakt für die Ewigkeit sein. Unbewusst und heimtückisch suchen wir immerzu einen Grund überhaupt eine Suche zu starten. Nach was oder nach wem ist dafür gar nicht so von Bedeutung.  Suchen ist wie jagen und Finden ist die Beute und hat man erstmal die Beute, will man wieder auf die Jagd und wieder Beute machen. Ein Kreislauf, der immer gleich bleiben wird, der seine Richtung nie ändert. Doch was war zuerst da, das Suchen oder das Finden? Ich denke diese Diskussion endet wie jede vernünftige Huhn-Ei/Ei-Huhn-Debatte, nämlich ohne Ergebnis. Und so wird dieser Akt von menschlicher Verwirrung ein rätselhaftes Phänomen bleiben.

Nun kann man zu recht feststellen: Was bringt es denn dann nun?! Eine gute und berechtigte Frage, die man lediglich durch seine eigenen Erfahrungen beantworten kann. Wir alle suchen und finden zugleich, tagtäglich, stündlich und mit jedem verdammten Atemzug. Gib die Suche nicht auf!
 
That´s all!
 
 Euer Luckenbill

 

 

 

Sonntag, 19. Mai 2013

Die Gedanken sind frei! Ich schenke sie dir...

Wer kann schon die Gedanken des anderen erahnen. Sie sind die einzig wahre Freiheit, die wir besitzen. Denn die Gedanken sind das unantastbare Gut unserer Existenz: Atemlos undurchschaubar, berechnend, voller Euphorie und Freude, erschreckend lüsternd, hinterhältig als auch gemein, im Traummodus versunken, unüberlegt-naiv, versaut, hilfsbereit, melodisch-entzückt. Es gibt unzählige Formen unserer Gedanken, verbunden mit der Bereitschaft sich auszudrücken und fesgesetzte Denkmuster, Klichees oder Dogmen zu überwinden.
 
 
Ihr seht einen Moment, der für die Ewigkeit festgehalten wurde. Was werde ich wohl im Augenblick dieser Fotoaufnahme gedacht haben...war ich traurig, weil mir etwas bewusst wurde was mir zuvor verborgen blieb? Gucke ich voller Ablehnung was gerade in meinem Kopf vorgeht? Schaue ich einem Wunder der Natur entgegen und voller Leidenschaft in das Auge der Linse? Man wird es wohl nie erfahren, denn das ist der Trumpf eines Jeden: Zu denken was das Gefühl freisetzt, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Der Gedanke ist dein Kosmos! Dieser, dir zur Verfügung stehende Raum hat aber auch grundlegend etwas mit gewaltiger Überlegenheit zutun.
Wer war noch nicht in einer ähnlichen gedanklichen Situation: "Du kleines, dreckiges, mieses, fettärschiges, impotentes Vollspasten-Muttersöhnchen"...und dennoch hast du deinem Vorgesetzten ein Lächeln geschenkt und deinen Fehler brav korrigiert. Wahre Überlegenheit ist, jemanden tief in die Augen zu blicken und im Bewusstsein der Sicherheit zu wissen, wer man ist. Innere Stärke und die Kraft deiner Gedanken können entweder Berge versetzen oder dich ausschalten. Du und deine stille Welt sind der Schlüssel, du hast die Macht über deine Gedankewelt.
 

 
Wie oft hast du wohl weggesehen, ohne deine Gedanken zu sortieren.  Schade, du weißt gar nicht was du so alles verpasst hast. Grenzen sind zum öffnen da, hat doch die Geschichte schon jedes Hindernis überwunden, früher oder später. Wir können froh sein, das Menschen ihr Gedankeneigentum mit uns geteilt haben und sie ihre Hürden überwunden haben. Ohne diese Köpfe, wäre die Entwicklung der Welt bedauerlich verlaufen.
 
Meine Gedanken, sie sind mehr als all die Liebe die ich für dich empfinde, denn sie sind kostbar –ich schenke dir meine Freiheit.
 
That´s all!
 Euer Luckenbill
 
 
 
Foto Salva Mirisola
 
 
 
 

Sonntag, 12. Mai 2013

LOL...Laughing out loud…!

Ob als Whatsapp-Nachricht und in der nostalgischen SMS, im virtuell-heißen Flirt, bei Facebook oder im angeregten Chat: Lol hat Hochkonjunktur! Lol, drei Buchstaben die für den extremen Ausdruck eines Gefühl stehen, einem plötzlich aufkommenden Lachen, welches so stark ist, dass man kaum Zeit hat sich lustig zu machen, sondern einfach Lol schreibt. Lol ist modern, Lol ist die Abkürzung des Jahrtausends, Lol ist das neue SOS, Lol rettet uns vor der Apokalypse, Lol ist der Vormarsch einer gefühlskalten Regung. Mit ihm hast du einen sicheren Partner an deiner Seite.
 
 
Wer heutzutage nicht lolt ist auch nicht von der modernen Gesellschaft ernst zunehmen. Angenommen du erzählst deiner besten Freundin im Chat die Ereignisse deines verrückten Tages und krönst das Ende der Story nicht mit einem fetten Lol, da kann die Freundschaft in Gefahr sein, denn nur Lol markiert den Witz deiner Geschichte. Ohne Lol ist alles nichts und alles ohne Lol ist auch nichts, oder so ähnlich. Selbst Angela Merkel ist eine fleißige Lolerin, schließlich kann man schwierigen Themen charmant die Ernsthaftigkeit nehmen: „Die Krise, lieber Brügerinnen und Bürger werden wir tatkräftig unterstützen, indem wir mehr Schulden machen. Mehr Schulden und das auch noch ganz legitim. Schließlich habt ihr mich gewählt das ich euch sicher-unsicher in den Ruin schiffe und ich trotzdem gut dastehe...Lol!“ Es ist so einfach, denn Lol verschafft uns die Schwerelosigkeit im Jetzt. Es schenkt uns die Freiheit, die wir schon immer gebraucht haben. Ich lole, also bin ich. Die alten Griechen mit all ihren hochgeschätzten Philosophen wären hellauf begeistert, ist ihnen der Genuss von Lol doch verborgen geblieben. Heute würde J.F. Kennedy nicht lauthals verkünden „ich bin ein Berliner“, nein, „ich bin ein Loler“. Lol steht für Weltfrieden, für internationale Verständigung im Sinne von: Ich lache mit dir, also bin ich ein Freund. Der Dalai-Lama hat das Mantra „Om“ längst verdrängt, Lol ist der neue Schlüssel zu innerer Ruhe und Reinheit. Es lebe der Lolismus.
Diese Abkürzung kann dich aus seltsam-peinlichen Situationen retten, dich in Szene setzen, dir Kraft und Mut schenken, Träume erfüllen, deine Ängste besiegen, dich trösten. Es regelt dein Gefühlschaos, wäscht die Socken, kocht dir einen leckeren Pudding. Lol würde sich sogar für dich hingebungsvoll prostituieren. Lol ist immer für dich da, egal wann du es brauchst. LOL, hat DICH lieb. All you need is love ist so last saison…Lol, is all you need! Steh zu deinem Lol und verstecke dich nicht, sei Lol.
Wer braucht da noch eine Mamaaaa, wenn man Lol haben kann…einen angenehmen ich-kauf-Pralinen-und-geschmacklose-Blumen-ich-bin-heute-lieb-Muttertag.

That´s all!
 
Euer Luckenbill
 


Sonntag, 5. Mai 2013

Fingernägel im Popcorn oder, Beobachtungen aus dem Leben…!

Eis am Stiel –Okay, Ravioli aus der Dose –knirschendes Okay, Mikrowellenmenü –ein einmal im Jahr Okay, Haar in der Suppe –Würgereiz Okay, Fingernägel im Popcorn –ein never ever Okay.

 
Es reicht schon ein mittelschwerer Schocker im Kino. Die Leute beben innerlich vor Spannung und vergessen dabei oft ihre guten, mühsam anerzogenen Manieren. Plötzlich bekommt man Gerüche präsentiert, die man so von anderen nicht gerade gerne einatmet, nein wir sprechen hier nicht vom Duft eines billigen Rasierwässerchens. Da wird angstgeladen an der Cola gezogen und zufriedenstellend ein ausgiebiges Bäuerchen von sich gegeben. Lassen wir den Run auf die Toiletten in der Pause mal unkommentiert, wer da als letztes kommt darf eben kein Gefühl mehr für Zivilisation entwickeln, da heisst es Augen zu und durch.

 
Doch es gibt auch eine Sorte Mensch die ihrem verspürten Nervenkitzel eine Ausdrucksform verleihen müssen. Die sogenannten Fingernägel-abkau-ich-spucks-ins-Popcorn-Heros. Diese Spezies hat den Drang sich zu bewaffnen, es könnte ja schließlich eines der erschreckenden Kreaturen von der Leinwand springen. Was kann man tun in solch einem Moment der Hilflosigkeit? Genau, man bewaffnet sich mit Fingernägel! Schön kreisrund abgekaut, scharfkantig und sichelförmig ruht der Fingernagel eingebettet in Speichel. Zunge und Luft warten auf ihren Einsatz, der Mund wird leicht angespitzt, Kopf senkt sich automatisiert und gezielt wird in die Popcorntüte abgefeuert. Raaaattttschuuuuhhhhhhhh...und Treffer versenkt, yeahhhhh das einzelne Popcorn wurde in seine Einzelteile zerbombt. Der Kopf hebt sich wieder, Blick nach rechts, Blick nach links. Die Sitznachbarn haben nichts mitbekommen vom teuflischen Verteidigungsplan im Kampf gegen Leinwandfieslinge. In der Unauffälligkeit eines Profis wird für Nachschub der Munition gesorgt. Die Ansammlung befindet sich in den Wangentaschen, bis zum bitteren Einsatz im Kampf um Leben oder Tod.

Das Gefühl ausreichend gewappnet zu sein steigt und auch die Sicherheit sich verteidigen zu können wächst. Doch so langsam gehen die Finger aus, zehn Nagelsicheln, werden sie ausreichen um die Welt vor Unheil zu bewahren? Man könnte die Hand der Freundin dezent greifen und anfangen zärtlich sie zu beißen, um verführerisch an die Fingernägel zu kommen. Dabei wie ein spanischer Torerokämpfer ihr in die Augen zu blicken und kampfeswillig keine Grenzen zu kennen. Soweit ein guter Plan, wenn da nicht das Problem wäre das die Freundin sich eine fette Schicht Nagelauffüller beim vietnamesischen Manikürstudio hat auftragen lassen. Der Film neigt sich dem Ende zu, der Einsatz für das Vaterland scheint nicht länger von Nöten zu sein, hat doch wieder ein gutaussehender Superheld den Job übernommen. Da wird dann halt auch schon mal gerne die Bewaffnung ins Popcorn abgesondert.
Ich persönliche finde solche Beobachtungen bedeutend spannender als jede Star Wars Premiere.
Doch wer noch viel viel mehr spannende Spannung, als Spannung überhaupt sein kann erleben will, der sollte absofort Donnerstags ab 21 Uhr die neue blu.fm-Radioshow auf TOP20RADIO.DE einschalten. Der neue Moderator Sebastian Retz wird euch gehörigst einheizen und auch demnächst meine Wenigkeit ins Studio einladen. Zuhören, lernen und verstehen –die Welt aus den Augen von Sebastian Retz...eine glamouröse Welt voller Tatsachen!

That´s all!
 
Euer Luckenbill